NETZSCH, Pumpen, Systeme, Jens Heidkötter

16.01.2023

Jens Heidkötter: „Unsere Vision ist, der bevorzugte Anbieter für komplexes Fluidmanagement zu sein“ 

Genau drei Jahre sind vergangen, seit Jens Heidkötter die Tätigkeit als Geschäftsführer bei NETZSCH Pumpen & Systeme übernahm. Höchste Zeit, noch einmal auf die ersten überaus ereignisreichen 36 Monate zurückzublicken.

Wir haben mit dem Geschäftsführer über Herausforderungen, Ziele und Vorzüge von NETZSCH gesprochen.

Wie fällt Ihr Fazit nach den ersten drei Jahren aus?

Uneingeschränkt positiv. Mir war vor meinem ersten Arbeitstag bereits klar, dass der Geschäftsbereich Pumpen & Systeme und damit auch die NPS exzellent aufgestellt sind. Der Ruf unserer Produkte und Dienstleistungen, die Historie der NETZSCH Gruppe und letztlich auch die finanziellen Kennzahlen ließen auch ohne Detailwissen kaum eine andere Interpretation zu. Wie gut die Dynamik und die Zusammenarbeit wirklich ist, hat mich dann aber doch positiv überrascht. Genau das war und ist aber auch in Zeiten von Corona-Pandemie, Cyber-Attacke, Lieferkettenproblematik und nun dem Ukraine-Krieg erforderlich. Natürlich bleiben noch genug Themen, die es anzupacken gilt. Es war also nie langweilig und das wird es wohl auch nie werden.

Jens Heidkötter

„Für die Erreichung unserer strategischen Ziele werden wir sicherlich unsere bewährten Stärken ausspielen, wir müssen uns darüber hinaus auch für neue Wege der Bewältigung von neuen Herausforderungen öffnen.“

Jens Heidkötter
Geschäftsführer

Heidkötter: „Wird uns helfen, kundenzentrierte Innovationen umzusetzen

Welche Herausforderungen sehen Sie zukünftig?

Wir werden auch in unserem eher konservativen Geschäft mit zunehmender Unsicherheit in allen Bereichen leben lernen müssen. Kurzfristig werden wir uns voraussichtlich mit abnehmender Nachfrage sowie höherem Kostendruck auf der Lieferanten- und Personalseite auseinanderzusetzen haben. Für die Erreichung unserer strategischen Ziele werden wir sicherlich unsere bewährten Stärken ausspielen, wir müssen uns darüber hinaus auch für neue Wege der Bewältigung von neuen Herausforderungen öffnen. Dies wird uns helfen, kundenzentrierte digitale Innovationen umzusetzen und disruptive Tendenzen am Markt zu erkennen. Ich sehe uns hier aber auf einem guten Weg, wenn es uns gelingt, den zunehmenden Fachkräftemangel insbesondere in Deutschland als Problem zu begreifen und aktiv anzupacken. Wir müssen ein attraktiver Arbeitgeber bleiben. Nicht nur aus diesem Grund sind Leuchtturmprojekte wie unser NETZSCH Campus in Waldkraiburg so wichtig. Last but not least müssen auch wir uns global unserer gesellschaftlichen Verantwortung im Sinne der Nachhaltigkeit stellen. Dies gilt sowohl für unsere Produkte, die Art und Weise wie sie produziert werden und wie wir als Unternehmen insbesondere mit fossilen Ressourcen umgehen. Für alle Bereiche haben wir uns im Rahmen unserer Strategie27 eine ambitionierte Agenda gegeben, die es nun umzusetzen gilt. Erste Ergebnisse können wir bereits im Rahmen unseres neuen Energiekonzeptes am NETZSCH Campus erkennen, das fast ausschließlich auf grüner Energie beruht.

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Der Bau des neuen NETZSCH Campus in Waldkraiburg befindet sich aktuell in der Endphase. 

So erreicht NETZSCH seine Ziele in den kommenden Jahren

Was sind die Ziele in den kommenden Jahren?

Unsere Vision für den Geschäftsbereich ist, im Jahr 2027 der bevorzugte Anbieter für komplexes Fluidmanagement zu sein. Dies bedeutet für die NPS marktseitig unsere Marktführerschaft bei Exzenterschneckenpumpen in EMEA zu festigen und gleichzeitig in unserem übrigen Produktportfolio wesentlich an Boden zu gewinnen. Das sind herausfordernde Ziele für unseren Vertrieb. Angesichts der im Strategieprozess durch die Kolleginnen und Kollegen eingebrachten spannenden Initiativen, Sales 4.0 und unser Batterie-Business sind hier nur zwei Bespiele, habe ich aber keine Zweifel, dass wir hier erfolgreich sein werden. Für die NPS wird es im Bereich Operations im Wesentlichen darauf ankommen, unsere moderne Fertigung auf dem NETZSCH Campus in Waldkraiburg möglichst effizient und gemäß Wirtschaftlichkeitsrechnung umzusetzen. Dabei geht es nicht nur um die Prozesse in unserer neuen Montage-Halle, sondern um den gesamten Wertefluss auf dem Campus. Unser Ziel war und ist, die effizienteste Verdrängerpumpenfabrik der Welt zu betreiben, und daran werden wir uns messen lassen müssen. Eingebettet in unsere globale Operations-Strategie haben wir dann beste Voraussetzungen, in der Zukunft die Benchmark für die Industrie zu sein - und das soll sich dann auch für die Kundinnen und Kunden in sehr guter Lieferperformance, bei Qualität und Lieferzeit sowie wettbewerbsfähigen Preisen niederschlagen. Zudem wollen wir entwicklungsseitig nicht nur die bestehenden Produktreihen weiterhin bestmöglich betreuen, sondern kundenzentriert auch über den Tellerrand hinausdenken. Additive Fertigung, neue Geschäftsmodelle, künstliche Intelligenz und weitere Zukunftsthemen mögen in naher Zukunft noch eine untergeordnete Rolle spielen, in unserer Strategie 27 spielen sie jedoch richtigerweise eine wesentliche Rolle. Insgesamt also eine sehr spannende Agenda, da wird für jeden etwas dabei sein.

NETZSCH, Pumpen, Systeme, Jens Heidkötter
Geschäftsführer Jens Heidkötter begann im Januar 2020 bei NETZSCH Pumpen & Systeme in Waldkraiburg.

Wie wollen Sie die Ziele erreichen?

Wir haben unsere Ziele auf Initiativen heruntergebrochen, diese werden nun durch die Teams bearbeitet und durch unser Strategiecontrolling transparent begleitet. Wegen der bereits oben angesprochenen gestiegenen Unsicherheit müssen wir uns aber regelmäßig fragen, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Deswegen wird es wichtig sein, Ressourcen an den richtigen Stellen zu bündeln, zu adjustieren und, ganz wichtig, unsere Organisation insgesamt nicht zu überfordern. Wahrscheinlich konsequenter als in der Vergangenheit müssen wir wohl Projekte auch einmal abbrechen, ohne dass wir dies als Scheitern begreifen. Wir nehmen die Ergebnisse unserer Mitarbeitendenzufriedenheitsbefragung ernst, deshalb begreifen wir die dort geäußerten Anregungen als Arbeitsauftrag, etwas zu verändern. Das Erreichen unserer strategischen Ziele wird nur mit motivierten und leistungsfähigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich sein.

NETZSCH, Pumpen, Systeme, Jens Heidkötter
Auch nach mittlerweile drei Jahren bei NETZSCH Pumpen & Systeme macht es Jens Heidkötter täglich Spaß Verantwortung zu übernehmen.

Worauf sich Kundinnen und Kunden von NETZSCH freuen können

Was macht NETZSCH so besonders?

Es gibt sicherlich viele attraktive Familienunternehmen im deutschen Mittelstand. Mich fasziniert die über alle Geschäftsbereiche und alle Kontinente spürbare NETZSCH DNA. Diese ist schwer beschreibbar und doch leicht erkennbar. Dies hat vornehmlich mit der Solidität des Unternehmens über Generationen hinweg zu tun und ist deshalb auch nicht durch andere Unternehmen kopierbar - aus meiner Sicht ein echter Wettbewerbsvorteil. Aus diesem Grund haben wir unglaublich viele talentierte, motivierte und gleichzeitig loyale Mitarbeitende in Waldkraiburg, aber auch an allen anderen Standorten der Welt. In einer solchen Umgebung macht es Spaß, Verantwortung zu übernehmen.

Worauf dürfen sich die Kundinnen und Kunden zukünftig freuen?

Unsere aktuelle Kundenzufriedenheitsbefragung hat wieder einmal unglaubliche Zustimmungswerte in allen relevanten Bereichen hervorgebracht. Darauf können wir zunächst einmal sehr stolz sein. Wir sind also weiterhin gut beraten, nah an unseren Kundinnen und Kunden zu sein, um deren individuellen Anforderungen gerecht werden zu können - als Partner auf Augenhöhe. In Zukunft können sich unsere Kundinnen und Kunden zudem auf eine noch umfassendere Betreuung durch uns freuen, weniger produkt- vielmehr lösungsorientiert. Ganz im Sinn unserer Mission „OUR PIONEERING FLUID MANAGEMENT SOLUTIONS CONTRIBUTE TO A BETTER WORLD“.