NATRIUMHYPOCHLORIT
Sichere Dosierung von Natriumhypochlorit ohne Stillstände
So stabilisieren Sie die Desinfektionsdosierung unter erhöhten Temperaturen
Ungeplante Förderunterbrechungen, manuelle Entlüftungseingriffe und steigende Betriebskosten bei der Dosierung von Natriumhypochlorit in Wasseraufbereitungsanlagen kommen Ihnen bekannt vor? Insbesondere bei erhöhten Umgebungstemperaturen kann die Ausgasung des Mediums die Prozessstabilität erheblich beeinträchtigen. Eine kontinuierliche und sichere Desinfektion geht oft mit zusätzlichem Personal- und Wartungsaufwand einher.
Wir zeigen Ihnen, dass es auch anders geht! Als globaler Spezialist für die Förderung komplexer Medien hat NETZSCH Pumpen & Systeme eine gezielt auf die physikalischen Eigenschaften anspruchsvoller Chemikalien zugeschnittene Lösung entwickelt. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Betriebs- und Wartungskosten nachhaltig reduzieren.

Individuelle Beratung

Herausforderungen beim Natriumhypochlorit pumpen
Natriumhypochlorit (NaOCl) wird in Wasseraufbereitungsanlagen häufig zur Desinfektion eingesetzt. Die chemische Lösung ist jedoch thermisch und lichtempfindlich. Bereits bei moderaten Temperaturerhöhungen kann es zur Zersetzung und zur sogenannten Ausgasung kommen, bei der gasförmiger Sauerstoff freigesetzt wird. Diese Gasbildung führt zur Entstehung von Dampf- und Gasblasen im Zufuhr- und Dosiersystem. In geschlossenen Leitungen sammeln sich diese Blasen bevorzugt an Hochpunkten, was insbesondere bei kontinuierlich arbeitenden Dosierpumpen zu Förderunterbrechungen führen kann. Die Herausforderung besteht darin, auch bei instabilen Medien eine konstante Dosiergenauigkeit sicherzustellen.
Betriebsunterbrechungen und hoher Wartungsaufwand
In vielen Wasseraufbereitungsanlagen werden elektrisch betriebene Doppelmembranpumpen (EODD-Pumpen) zur Dosierung von Natriumhypochlorit eingesetzt. Diese Pumpen ermöglichen grundsätzlich eine präzise Dosierung der benötigten Chemikalienmenge. In der Praxis reagieren EODD-Pumpen jedoch sehr empfindlich auf Gasblasen im Zufuhrsystem. Sobald sich Dampfblasen ansammeln, blockiert die Pumpe und die Förderung kommt zum Stillstand. Um den Betrieb wieder aufzunehmen, ist eine manuelle Entlüftung erforderlich. Gerade im Sommer kann dieser Eingriff mehrmals pro Monat notwendig sein. Das Personal muss hierfür vor Ort sein oder außerhalb der regulären Arbeitszeiten zur Anlage kommen. Die Folge sind erhebliche Arbeitskosten sowie zusätzliche Aufwände für Ersatzteile und Wartung. In einer Anlage in den USA beliefen sich die jährlichen Betriebs- und Wartungskosten auf über 3.600 US-Dollar pro Pumpe und Jahr.
Wie Sie prozesssicher und wartungsarm dosieren
Als Alternative zu elektrisch betriebenen Doppelmembranpumpen wurde eine PERIPRO® Schlauchpumpe in Chemieausführung von NETZSCH eingesetzt. Bei der PERIPRO® handelt es sich um eine Peristaltikpumpe, bei der das Fördermedium durch die Kompression eines mehrschichtigen Elastomerschlauchs transportiert wird. Große, hochbelastbare Rollen sorgen dabei für die Verdrängung des Mediums und eine reproduzierbare Fördercharakteristik. Aufgrund des peristaltischen Förderprinzips ist die PERIPRO® unbegrenzt trockenlauffähig. Gasförmige Bestandteile im Medium, wie sie durch die Ausgasung von Natriumhypochlorit entstehen, beeinträchtigen die Förderung nicht. Eine manuelle Entlüftung der Pumpe ist daher nicht erforderlich, wodurch Stillstände und Eingriffe durch das Anlagenpersonal vollständig entfallen. Ein weiterer technischer Vorteil ergibt sich aus dem auf ein Minimum reduzierten Produktkontakt. Das Fördermedium kommt ausschließlich mit dem Elastomerschlauch und den Pumpenanschlüssen in Berührung. In der eingesetzten Ausführung verfügt die PERIPRO® über ein Tefzel beschichtetes Pumpengehäuse und einen entsprechend beschichteten Pumpendeckel sowie über Pumpenanschlüsse aus PVDF oder Polypropylen. Diese Werkstoffauswahl gewährleistet eine hohe chemische Beständigkeit und eignet sich besonders für die Förderung aggressiver und korrosiver Chemikalien wie Natriumhypochlorit. Da der Elastomerschlauch die einzige Verschleißkomponente der Pumpe ist, reduziert sich die benötigte Ersatzteilvielfalt erheblich. Der Schlauchwechsel lässt sich einfach, schnell und planbar durchführen, was den Wartungsaufwand senkt. Gleichzeitig ermöglicht die PERIPRO® eine Dosiergenauigkeit von plus/minus ein Prozent, wodurch eine konstante Fördermenge und hohe Prozesssicherheit in der Desinfektion gewährleistet werden. Zusätzlich ist die eingesetzte Pumpenausführung mit einem Schlauchleckagesensor sowie einem integrierten Entwässerungssystem ausgestattet. Diese Funktionen erhöhen die Betriebssicherheit und unterstützen einen kontrollierten und sicheren Anlagenbetrieb.
Durch den Einsatz der PERIPRO® Schlauchpumpe konnten die zuvor auftretenden Förderunterbrechungen vollständig eliminiert werden. Seit der Installation der ersten Pumpen im Mai 2023 laufen die Systeme im kontinuierlichen Dauerbetrieb rund um die Uhr, auch in Klimazonen mit Sommertemperaturen von bis zu 29 °C. Der manuelle Entlüftungsaufwand entfällt vollständig und die jährlichen Betriebs- und Wartungskosten konnten um mehrere tausend US-Dollar pro Pumpe reduziert werden. Auch nach einem Jahr Betrieb befanden sich die eingesetzten Elastomerschläuche weiterhin in einwandfreiem Zustand.
Kontaktieren Sie die Expertinnen und Experten von NETZSCH Pumpen & Systeme, wenn Sie Ihre Dosierprozesse sicherer und wirtschaftlicher gestalten möchten. Wir unterstützen Sie gerne bei der Auslegung Ihrer Anwendung und der Auswahl der passenden Pumpentechnologie.
PERIPRO® Schlauchpumpe in Chemieausführung
- Medium: Natriumhypochlorit
- Fördermenge: 0,11 m³/h
- Druck: 4,8 bar








