SEETANGEXTRAKT

Hochviskose Seetangextrakte bei erhöhten Temperaturen pumpen

So sichern Sie eine prozessstabile Weiterverarbeitung nach der Dekantierung

Die Förderung von dekantiertem Seetangextrakt stellt hohe Anforderungen an die eingesetzten Pumpen, da das Medium aufgrund seiner hochviskosen, pastösen und strukturierten Beschaffenheit nur eingeschränkt fließfähig ist und zudem bei erhöhten Temperaturen sowie alkalischen Prozessbedingungen verarbeitet wird. Genau vor dieser Herausforderung stand ein kanadischer Betrieb. Ziel war es, den dekantierten Seetangextrakt prozesssicher, geruchsfrei und mit vertretbarem Wartungsaufwand aus der Zentrifuge in den Verpackungsbereich zu fördern.

Hier kam NETZSCH Pumpen & Systeme ins Spiel. Der globale Spezialist für die Förderung komplexer Medien entwickelte eine Lösung, die optimal auf die Anforderungen des Unternehmens für die Verarbeitung von Seetangextrakt abgestimmt ist. Wir zeigen Ihnen, wie auch Sie unter anspruchsvollen Prozessbedingungen eine stabile und wirtschaftliche Förderung sicherstellen.

Majestätischer Berggipfel, umhüllt von Nebel, der Stärke und Erhabenheit symbolisiert – ideal für Natur- und Abenteuerenthusiasten.

Individuelle Beratung

Erhalten Sie jetzt ein individuelles Angebot!

Kontakt aufnehmen
Braune Meerespflanzen mit einer glänzenden, glitschigen Oberfläche, die im Sonnenlicht reflektiert. Ideal für die Gewinnung von Algenextrakten.

Hohe Anforderungen beim Pumpen von Seetangextrakt

Der aus der Seetangart Ascophyllum nodosum gewonnene Extrakt stellt nach der Entwässerung besondere Anforderungen an die Fördertechnik. Das Medium weist eine sehr zähflüssige, gallertartige Konsistenz auf und bewegt sich rheologisch im Übergangsbereich zwischen fest und flüssig. Zusätzlich erschweren ein Feststoffanteil von über 25 Prozent sowie eine Dichte von etwa 1,2 kg/dm³ die gleichmäßige Förderung. Erschwerend kommen prozessbedingte Randbedingungen hinzu. Der Extrakt verlässt die Zentrifuge bei Temperaturen von bis zu 90 °C und besitzt einen hohen pH-Wert durch den Einsatz alkalischer Prozessmedien. Für die Betreiber bedeutet dies eine Kombination aus thermischer, chemischer und mechanischer Belastung der eingesetzten Fördertechnik.

Begrenzte Prozesskontrolle durch offene Fördertechnik

Ursprünglich wurde der dekantierte Seetangextrakt über einen offenen mechanischen Förderer aus dem Zentrifugenauslass in Richtung Verpackung transportiert. Diese Lösung erwies sich jedoch als wenig flexibel und nur bedingt steuerbar. Zudem führte die offene Bauweise zu Geruchsemissionen im Produktionsbereich und erschwerte die saubere Prozessführung. Da bereits eine Exzenterschneckenpumpe zur Beschickung der Zentrifuge im Einsatz war, suchte der Betreiber gezielt nach einer geschlossenen, druckstabilen Lösung für den Weitertransport. Gefordert war ein Fördersystem, das auch bei variierenden Abnahmemengen und wechselnden Druckverhältnissen zuverlässig arbeitet.

90

°C  Temperatur stellen die Pumpen vor keine Herausforderung

Bitte akzeptieren Sie Marketing-Cookies um das Video anzuschauen.

The NEMO® BF hopper shaped progressing cavity pump with aBP-Module® to prevent bridging is used in all branches.

Pumpenlösung für stabile und geschlossene Prozessführung

Die Entscheidung für die NEMO® BF Trichterpumpe mit Transportschnecke basierte auf einer Kombination konstruktiver Merkmale, die gezielt auf die Verarbeitung hochviskoser, pastöser und strukturierter Medien ausgelegt sind. Der offene Trichter mit integrierter Transportschnecke sorgt für eine aktive und kontrollierte Einführung des Seetangextrakts in die Pumpenkammer. Dadurch wird auch bei schlecht fließenden, nicht selbstnachrutschenden Medien eine kontinuierliche und sichere Förderung gewährleistet. Eine spezielle Schneckengeometrie führt zu einer gezielten Überfüllung der Pumpenkammer. Dieser Effekt bewirkt eine Homogenisierung des Extrakts bereits vor dem eigentlichen Förderprozess und stellt einen gleichmäßigen Volumenstrom sicher, ohne dass es zu Entmischungen oder instabilen Förderbedingungen kommt. Zusätzlich ragt die Transportschnecke sowohl auf der Antriebs- als auch auf der Rotorseite über den Anschlussbereich hinaus. Auf diese Weise werden tote Zonen konsequent vermieden, was das Risiko von Ablagerungen, Produktzersetzung und ungewollten Stillständen reduziert.

Die medienberührten Bauteile der Pumpe sind in Edelstahl ausgeführt und damit beständig gegenüber den im Prozess eingesetzten alkalischen Medien. Dies erhöht die Betriebssicherheit auch bei wechselnden Prozessbedingungen und trägt zu einer langfristig stabilen Anlagenverfügbarkeit bei. Ergänzt wurde die Auslegung durch einen lebensmittelgeeigneten Stator sowie eine Stopfbuchse. Während eines Pumpentests in der Produktionsanlage konnte die Pumpe zudem temporär erhöhte Drücke zuverlässig beherrschen, beispielsweise bei der gleichzeitigen Versorgung von zwei Verpackungsbereichen über einen geteilten Abnahmeschlauch. Dadurch konnte auf eine zweite parallele Förderstrecke verzichtet werden, was die Anlagenkomplexität reduzierte und die Produktionslogistik vereinfachte. Heute profitiert der Betreiber von einer geschlossenen, geruchsfreien Förderung des Seetangextrakts in der gesamten Anlage. Die im Dauerbetrieb erreichte Förderleistung entspricht exakt den zuvor im Testbetrieb ermittelten Werten. Gleichzeitig konnten der manuelle Eingriff in den Prozess reduziert und die Flexibilität bei der Verpackung signifikant erhöht werden.

Kontaktieren Sie die Expertinnen und Experten von NETZSCH Pumpen & Systeme, um auch für Ihre Anwendung eine effiziente Pumpenlösung auszulegen. Wir unterstützen Sie gerne bei der Analyse Ihrer Prozessanforderungen.

NEMO® BF Trichterpumpe mit Transportschnecke

  • Medium: Dekantierter Seetangextrakt
  • Fördermenge: 23 m³/h
  • Druck: 3 bar
  • Drehzahl: 43 U/min
  • Temperatur: Bis zu 90 °C
  • Sonstiges: Circa 25 % Feststoffanteil
NEMO® BF Trichterpumpe mit Transportschnecke zur effizienten Förderung von hochviskosem Seetangextrakt bis 90 °C.
AI Overview
An error occurred. Please try again.