BIER

Schonende und automatisierte Bierförderung steigert Effizienz

So optimieren Sie die Maische-, Treber- und Hefeförderung in Ihrer Brauerei

Mälzen, Maischen, Läutern, Kochen und Gären: Jede dieser Prozessstufen stellt eigene Anforderungen an die Fördertechnik. Wie lassen sich empfindliche Medien wie Maische oder Flüssighefe zuverlässig transportieren, ohne ihre Struktur zu verändern? Und wie können Sie gleichzeitig manuelle Tätigkeiten reduzieren und die Anlagenverfügbarkeit erhöhen? In modernen Brauereien entscheidet die passende Pumpentechnologie maßgeblich über Produktqualität, Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Als globaler Spezialist für die Förderung komplexer Medien bietet Ihnen NETZSCH Pumpen & Systeme innovative Lösungen für alle Prozessschritte in der Brauerei, von der Rohstoffzuführung bis zur Reststoffentsorgung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit unserer Pumpentechnik selbst anspruchsvolle Medien prozesssicher fördern.

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Herausforderungen für Pumpen in der Brauerei

In Brauereien werden unterschiedlichste Medien gefördert, die sich in Viskosität, Feststoffgehalt, Temperatur und Empfindlichkeit deutlich unterscheiden. Maische enthält feste Bestandteile wie Spelzen und weist je nach Prozessstufe Temperaturen von bis zu 100 °C auf. Sie ist schersensibel, da eine mechanische Überbeanspruchung die Filtrationsfähigkeit im Läuterprozess beeinträchtigen kann. Biertreber fällt hingegen nach dem Läutern als nicht fließfähiger, hochabrasiver Feststoff mit schwankendem Feuchtigkeitsgehalt an. Beim Austrag beträgt die Temperatur typischerweise rund 65 °C. Die Masse neigt zur Brückenbildung und stellt hohe Anforderungen an den Einzug und die Verschleißfestigkeit der Pumpe. Flüssighefe wiederum ist hochsensibel gegenüber Scherkräften und Druckstößen. Gleichzeitig gelten in diesem Prozessabschnitt höchste hygienische Anforderungen, um Kontaminationen auszuschließen. Zusätzlich sind lange Förderwege, beengte Platzverhältnisse und die Forderung nach CIP- (Cleaning in Place) beziehungsweise SIP-Fähigkeit (Sterilization in Place) in vielen Brauereien Standard. Eine universell einsetzbare, mediengerechte Pumpenlösung ist daher essenziell.

Wenn Standardtechnik an ihre Grenzen stößt

In zahlreichen Bestandsanlagen kommen für viele Anwendungen Kreiselpumpen zum Einsatz. Diese Technologie ist optimal für niedrigviskose, homogene Medien ausgelegt. Hier sind Kreiselpumpen besonders effizient und deutlich kostengünstiger als Verdrängerpumpen. Bei viskosen oder feststoffbeladenen Substraten stößt die Technologie jedoch schnell an ihre Grenzen. Insbesondere bei schwankender Viskosität treten instabile Förderbedingungen auf, da Fördermenge und Druck stark vom Betriebspunkt abhängen. Eine reproduzierbare Prozessführung ist unter diesen Bedingungen nur eingeschränkt möglich. Hinzu kommen vergleichsweise hohe Scherkräfte und Pulsationen, die sich negativ auf empfindliche Medien auswirken. Bei Maische kann dies die Struktur der Spelzen beeinträchtigen und die Filtration im Läuterprozess erschweren. Bei Flüssighefe besteht das Risiko, Zellstrukturen zu schädigen und dadurch die Produktqualität zu beeinträchtigen. Beim Austrag von Biertreber zeigen sich weitere Schwächen. Der nicht fließfähige, teilweise sehr trockene und abrasive Feststoff führt häufig zu Verstopfungen im Zulaufbereich. Unzureichend gefüllte Pumpenräume begünstigen Trockenlauf, was wiederum erhöhten Verschleiß und ungeplante Stillstände nach sich zieht. Die Standzeiten verkürzen sich deutlich, während der Wartungsaufwand steigt. Auch verfahrenstechnisch entstehen Nachteile. Im Teilmaischverfahren muss Maische aus dem Bottich entnommen, separat erhitzt und anschließend zurückgeführt werden. Mit einseitig fördernden Pumpen lässt sich dieser Prozess nur über zusätzliche Leitungen, Armaturen und Schieber realisieren. Das Rohrleitungsnetz wird komplexer, die Anzahl potenzieller Leckage- und Kontaminationsstellen steigt und der Reinigungsaufwand nimmt entsprechend zu. Beim Treberaustrag erfolgt die Entsorgung in älteren Anlagen teilweise noch manuell. Dieser Ansatz ist personalintensiv, ergonomisch ungünstig und verhindert eine kontinuierliche Prozessführung. Gleichzeitig erhöht sich das Risiko von Produktionsunterbrechungen, wenn der Austrag nicht synchron zum Läuterprozess erfolgt.

140000

l/h Maische können gepumpt werden

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Die NEMO® BF wird in allen Industriezweigen zur kontinuierlichen, druckstabilen, schonenden und pulsationsarmen Förderung eingesetzt.

Ganzheitliche Pumpen­lösungen für Brauereien

NETZSCH bietet Ihnen für nahezu alle komplexen Förderaufgaben in Brauereien optimal auf die Anforderungen ausgelegte Pumpenlösungen. Je nach Prozessschritt stehen Pumpen unterschiedlicher Ausführungen zur Verfügung. Bei der Förderung von Maische spielt insbesondere die NEMO® BF Trichterpumpe mit Transportschnecke ihre Stärken aus. Das rotierende System aus Rotorrotor,Rotors,rotorsRotor und Stator ermöglicht Ihnen eine besonders schonende, pulsationsarme Förderung ohne Scherkräfte. Dadurch bleiben empfindliche Bestandteile wie Spelzen und Feststoffanteile in ihrer Struktur erhalten. Das konstante Fördervolumen, unabhängig von Viskosität und Konsistenz, sorgt für hohe Prozesssicherheit und eine präzise Mengenregulierung über die Drehzahl. Gerade bei wechselnden Temperaturbereichen im Sudhaus gewährleistet diese Technik eine gleichbleibend zuverlässige Leistung. Auch bei der Förderung der Stammwürze kommen NEMO® Exzenterschneckenpumpen wie die BH in kompakter Blockbauweise zum Einsatz. Die pulsationsarme und scherkraftarme Förderung schützt die Qualität Ihrer Würze und verhindert eine unerwünschte Sauerstoffeintragung. Dank der konstanten Fördercharakteristik bleibt der Druck stabil, was eine gleichmäßige Weiterverarbeitung im nachfolgenden Prozessschritt sicherstellt. Die drehzahlgeregelte Arbeitsweise ermöglicht zudem eine exakte Anpassung an unterschiedliche Sudgrößen und Prozessbedingungen. Beim Austrag des Trebers aus dem Läuterbottich eignen sich dagegen speziell ausgeführte Exzenterschneckenpumpen wie die NEMO® BF Trichterpumpe mit aBP-Module®. Der nicht fließfähige, abrasive und bis zu rund 65 °C heiße Malzkuchen stellt hohe Anforderungen an die Fördertechnik. Eine integrierte Zuführschnecke gewährleistet, dass stets ausreichend Medium in die Förderkammern gelangt. So wird der Treber kontinuierlich aus dem offenen Einlauftrichter beispielsweise in ein Silo oder einen Muldenkipper transportiert. Robuste Werkstoffe wie Edelstahl in Kombination mit geeigneten Elastomeren garantieren Ihnen eine lange Lebensdauer, selbst bei stark schwankender Konsistenz und hohem Verschleißpotenzial. Auch bei der Beschickung von Filtern und Abscheidern leisten NEMO® Exzenterschneckenpumpen einen wichtigen Beitrag zur Prozessstabilität. Die pulsationsarme Förderung verhindert eine mechanische Überbeanspruchung sensibler Filterelemente und unterstützt damit eine effiziente und gleichmäßige Filtration. Durch die konstante Fördercharakteristik bleibt der Druck stabil, was die Standzeiten der Filter erhöht und die Produktivität im weiteren Brauprozess steigert.

Für hochsensible Medien wie Flüssighefe hingegen bietet NETZSCH spezielle Hygienepumpen wie die TORNADO® T.Sano® Drehkolbenpumpe im glatten Design. Polierte Oberflächen, totraumfreie Konstruktionen sowie hygienische Wellenabdichtungen gewährleisten maximale Produktsicherheit und eine einfache Reinigung. Optional sind die Pumpen für CIP- oder SIP-Verfahren ausgelegt. Dank der drehzahlgeregelten Förderung kann die Hefe mit hoher Messgenauigkeit direkt dosiert werden, wodurch zusätzliche Dosiersysteme in vielen Fällen entfallen. Die schonende Förderung schützt dabei die empfindlichen Hefezellen und sichert die Qualität des Endprodukts. Auch im Sudhaus, insbesondere beim traditionellen Teilmaischverfahren, kommen Drehkolbenpumpen in Hygieneausführung zum Einsatz. Diese Pumpen können die Förderrichtung umkehren, was das Leitungsnetz deutlich vereinfacht. Gleichzeitig arbeiten sie ruhig und schonend, sodass die Maische-Spelzen nicht beschädigt werden. In einer Praxisanwendung werden so pro Stunde rund 75.000 bis 140.000 Liter bis zu 100 °C heiße Braumaische zuverlässig gefördert. Die kompakte Bauweise, der große freie Kugeldurchgang und die einfache Wartung erhöhen zusätzlich die Betriebssicherheit im Sudhausbetrieb. Neben stationären Installationen kommen NEMO® Exzenterschneckenpumpen oder TORNADO® Drehkolbenpumpen auch als mobile Aggregate in fahrbarer Ausführung zum Einsatz. Gerade kleinere und mittelständische Brauereien profitieren von dieser Flexibilität, da die Pumpen so an unterschiedlichen Stationen genutzt werden können.

Ob im Sudhaus, im Gär- und Lagerkeller oder bei Nebenprozessen: Die robusten, wartungsarmen Pumpenlösungen tragen in allen Bereichen dazu bei, Personalaufwand zu reduzieren, Prozesse zu automatisieren und eine moderne, wirtschaftliche Bierproduktion zu realisieren. Lassen Sie sich jetzt von den Expertinnen und Experten für die Förderung komplexer Medien beraten und finden Sie die optimal auf Ihre Anwendung in der Brauerei ausgelegte Pumpenlösung.

TORNADO® T.Sano® Drehkolbenpumpe, NEMO® BF Trichterpumpe mit Transportschnecke, NEMO® BH Hygienepumpe in kompakter Blockbauweise 

  • Medium: Maische, Biertreber, Flüssighefe, Stammwürze
  • Fördermenge: 75.000 bis 140.000 l/h
  • Temperatur: Bis 100 °C
  • Sonstiges: Schwankende Konsistenz, hoch abrasiver Treber, schersensible Hefe
Mit der ölfreien TORNADO® T.Sano® im glatten Design pumpen Sie selbst anspruchsvollste Medien unter Einhaltung strengster Hygienevorschriften.
Die NEMO® BF wird in allen Industriezweigen zur kontinuierlichen, druckstabilen, schonenden und pulsationsarmen Förderung eingesetzt.
Die NEMO® BH Hygienepumpe in kompakter Blockbauweise wird für hygienische Anwendungen in der Nahrungsmittel-, Pharma-, Kosmetik- und chemischen/biochemischen Industrie eingesetzt.
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